Die Dorfschelle
Nummer 1 - Ausgabe 1986
Die Schell
Einen "Mann mit der Schelle" gibt es heute nicht mehr. Aber viele können sich noch daran erinnern.
Der "Verein der Heimatfreunde Aspisheim e.V." hat es sich zum Ziel gesetzt, solche Erinnerungen zu sammeln und zu bewahren und darüberhinaus die Geschichte Aspisheims zu erkunden und festzuhalten. Daneben ist die Heimatkunde (z.B. Mundart, Orts- und Flurnamen) und die Heimatpflege (Natur- und Denkmalpflege) ein Aufgabengebiet des Vereins. Die Satzung sieht schließlich auch die Förderung der Heimatliteratur, des Brauchtums und der Einrichtung von Archiven vor.
In alledem geht es darum, die Geschichte des Ortes zu erforschen, weil sie ein Stück unserer eigenen Geschichte ist.
Wammer sich als mol besinnt,
was wars jo doch so schee,
hot mer de Weimann mit der Schell dorchs Örtche gehe seh.
Mer hatt jo doch in dere Zeit ko Fernseh un so Kram,
un des Neieste wußt mer erscht, wann de Weimann kam.
"Bekanntmachung", hot er geruf
un als die Schell geschwenkt.
Ruck zuck ware die Fenschter uf, als schneller, wie mer denkt.
Die Leit ware nit neigeerig,
mer wollt sich informeere,
dann was im Örtche fällig war, das konnt mer do jo heere.
Vorstandsitzung is die Woch, heit Film im Saale Butz. Dünger werre ausgefahr.
De Schoo verkaaft e Wutz.
Briketts gibts vom Waggon aus
wer brauch, kann noch bestelle. Un wer e Schlüsselbund vermißt, kann sich beim Weimann melle.
Das alles un noch vieles meh konnt uns de Weimann bringe.
Heit is es still in unsrer Gass', es duht ko Schell meh klinge.
Die gut, alt Zeit war jo for uns nit nor des reine Glick.
Doch sefridde ware mer.
Ich denk gern dro serick.
Albert Hey
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