Die Dorfschelle
Nummer 4 - Ausgabe April 1987
Kräht der Hahn auf dem Mist
Sind bäuerliche Wetterregeln richtig oder nicht, stimmen sie nur
teilweise oder soll man nichts davon halten? Prüfen Sie selbst,
was richtig oder falsch ist, der Monat März ist gerade vorüber!
Märzenregen und der Sommer trocken,
dann bleiben dem Bauern die Ähren hocken.
Auf Märzenregen folgt kein Sommersegen.
Ein trockener März erfreut des Bauern Herz.
Läßt der März sich trocken an,
bringt er Brot für jedermann.
März nicht zu trocken und nicht zu Naß,
füllt dem Bauern Scheune und Faß.
Märzen kalt und Sonnenschein,
bringt eine gute Ernte ein.
Langer Schnee im März, bricht dem Korn das Herz.
Märzenschnee tut Frucht und Weinstock weh.
Wenn's im Märzen taut und frostet,
es der Saat das Leben kostet.
Säet der Bauer im März zu früh,
ist es leicht vergebene Müh.
Ist's an Kunigunde (03.03.) klar,
gibt es ein gesegnet Jahr.
ist Kunigunde tränenschwer,
dann bleibt sehr oft die Scheune leer.
Wie's Wetter auf Vierzigritter (10.03.) fällt,
es sich noch sieben Wochen hält.
Josefstag (19.03.) klar - fruchtbares Jahr.
An St. Benedikt (21.03) Schnee
noch vierzehn Tag Schnee.
Soll die Gerste üppig stehn,
muß man sie an Benedikt sän.
Wenn Maria sich verkündet (25.03.),
Storch und Schwalbe heimwärts findet.
Maria Verkündigung hell und klar,
ist Segen für das ganze Jahr.
Ist an Rupert der Himmel rein,
so wird es auch im Juli sein.
Was der März nicht will, holt sich der April!
Nasser März, trockner April
das Futter nicht geraten will;
kommt dazu ein kalter Mai,
gibt es wenig Futter, Wein und Heu.
Klaus Grundstein |