Die Dorfschelle
Nummer 25 - Ausgabe Dezember 2007
Der Bauerngarten
Garten ist das gleiche Wort wie lat. „hortus“, got. „garda“ = Gehege, althochdeutsch „garto“, mittelhochdeutsch „garte“, franz. „jardin“ hervorgegangen aus dem fränkischen, altnord. „Zaun, Umfriedung“, das engl. „yard“ gehört dazu. Ursprünglich bedeutet das Wort „Einzäunung, Kreis“.
Der Garten wird in der Regel von der Frau bebaut und er ist ihr ganzer Stolz. Sie gräbt ihn um, sät und pflanzt, pflückt die Beeren und das Obst.
Früher war fast an jedem Haus ein Garten, der Hausgarten. Dieser reichte oft nicht für die Bedürfnisse der Familie aus. Ergänzend gab es dann einen so genannten Feldgarten am Rande des Dorfes. Was im Garten angebaut wurde und unter der Hand der fleißigen Bauersfrau wuchs reichte übers Jahr für die Versorgung der Familie.
Auch der Ziergarten mit seinen Blumen war der Stolz der Frau, eine Augenweide für Alle. Blumenschmuck fehlte in keinem Haus, selbst die Fensterbänke wurden mit Töpfen und Kästen mit wunderschönen Blumen verziert, wie man, wenn auch in geringerem Umfang, heute noch feststellen kann.
Weinstöcke, die früher irgendwo am Haus zu finden waren, kommen wieder in „Mode“. Wilder Wein ist hat zwischenzeitlich auch vermehrt, insbesondere zur Begrünung von Wirtschaftsgebäuden, seinen Platz gefunden.
Leider verschwinden auch immer mehr die alten Gärten, sei es für ein Rasenstück, Hecken und Bäume oder als Abstellfläche für Autos, Maschinen etc. Ein Erweiterungsbau braucht natürlich auch seinen Platz.
Vielen ist die Gartenarbeit zur Last geworden, in den Märkten gibr es doch Alles „billiger“. Bei vollständiger Kenntnis der im In- und Ausland angewendeten „Produktionsmethoden und die dabei eingesetzten Mittel“ gäbe es sicher wieder mehr Bauerngärten.
Pirmin Sutter
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