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Die Dorfschelle
Nummer 26 - Ausgabe Dezember 2008
Grippewelle
Gedanken einer schlaflosen Nacht.
Es ist euch allen hier bekannt,
jed Jahr zieht ne Grippewelle durch‘s Land.
Leer ist die Schule und der Kindergarten,
auf allen Ämtern muss man warten.
Und die Ärzte stets sind bemüht,
mit ihrer Hilfe ihr Geschäft auch blüht.
Doch eines ist euch vielleicht neu,
nach Arten gibt es Grippen zweierlei.
Nun, die eine hat mit aller Kraft,
meinen Mann dahingerafft.
Sein Kopf ist doll,
die Nase hat er voll.
Ihm ist, als hätte er vor Wochen
alle Rippen sich gebrochen.
Kurz um, ihm tut alles weh,
vom Kopf bis zur großen Zeh.
Er liegt im Bett, ganz unversöhnt
und wird von seiner Frau verwöhnt.
Sie macht ihm kalte Eiskompressen,
die Wadenwickel nicht zu vergessen.
Sie reibt die Brust und deckt ihn zu,
er will nur noch seine Ruh.
Ganz anders ist´s, ihr wißt´s genau,
wenn’s erwischt hat seine Frau.
Das bisschen Kopfweh und der Schnupfen,
nicht so schlimm, da kann man ja noch hupfen
Es geht doch vorüber, das ist doch klar
mach nicht so viel Geschiss, so sein Kommentar.
Er will sein Essen und ein frisches Hemd,
das Wörtchen Rücksicht er nicht kennt.
Drum Frau, ich rate dir, steck die Grippe weg,
krankmachen das hat sowieso keinen Zweck.
Ursula Rudolph
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