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Die Dorfschelle
Nummer 26 - Ausgabe Dezember 2008
HEIMAT, wo ist das?!
Sicherlich ist HEIMAT erst einmal dort anzusiedeln, wo man geboren ist, wo gewachsenen Strukturen, Nähe, vertraute Umgebung, vertraute Menschen zu finden sind.
HEIMAT ist ein vertrauter Ort, in dem ich meine ersten Schritte gemacht habe, ein Ort, an dem ich laufen –und mich anpassen- gelernt habe.
HEIMAT ist ein lebendiger Ort, verbunden mit einer typischen Landschaft, ist verbunden mit Herkunft, ohne die es keine Zukunft geben kann.
HEIMAT steht für Brauchtum, für Kultur, für Religion, dort bin ich verbunden, eingebunden in einen Kreis, auch meinen Familienkreis, in den ich hineingeboren bin.
HEIMAT, ein erlebter Ort, der aber nicht nur in der Vergan- genheit zu suchen ist, sondern auch in der Gegenwart, im Hier und Jetzt anzusiedeln ist.
HEIMAT ist Geruch, ist Geschmack, ist Gefühl, das ist Glockenklang, das sind Bilder, die ich abrufen kann, wo immer ich heute stehe.
HEIMAT ist Erinnerung an den paradiesischen Zustand meiner Kindheit, eine Sehnsucht nach dem Platz, an dem ich mich zu Hause, daheim, beheimatet gefühlt habe und das ich bis heute spüren kann.
HEIMAT versteht sich in jedem Fall als ein Ort von Sicherheit, von Identifikation, sozialer Einbindung und Zugehörigkeit.
HEIMAT ist eine feste Größe, die Rückhalt gibt und Ausrichtung.
HEIMAT ist umso wichtiger geworden in einer Zeit von weltweiten Distanzen, von Schnelllebigkeit, steter Veränderung und Globalisierung.
HEIMAT, ein fester Platz in unserem Herzen, der altvertraut ist und doch immer wieder Neubestimmung von uns fordert, je nach dem, wo uns das Leben hingeführt hat, je nach dem, wo wir heute stehen.
HEIMAT, ein Ort, den ich verlassen habe, an den ich aber stets zurückkehren kann, er nimmt mich immer wieder neu auf, egal woher ich komme, egal wohin ich gehe.
HEIMAT ist verlässlich
Aloisia Spitaler geb. Kronebach
(ehemals Dromersheim)
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