AspisheimVerschiedene Fundgegenstände, darunter eine den Merowingern zugeordnete Glasperlenkette - ca. 600 n.Chr. - waren in der Frankenausstellung in Mannheim zu sehen. Irgendwann entstand im Bereich dieses alten Siedlungsbereiches der vorauszusetzende älteste frühmittelalterliche Vorgängerbau der St. Martin geweihten Pfarrkirche. Es ist keineswegs abwegig, daß sich dieser frühmittelalterliche Kirchenbau aus Teilen des antiken römischen Gebäudekomplexes entwickelt hat.
Aus einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch erfahren wir erstmals Einzelheiten über diese fränkische Siedlung. Am 6. März 767 schenkte eine Frau Rothlindis ihren Grundbesitz aus Ackerland und Weinbergen an das Kloster in Lorsch. Die nächste Nennung in gleichen Zusammenhang erfolgte durch Wigbert und seine Gemahlin Theodrade am 4.5.768. Weitere Schenkungen sind durch eine Frau Gundradis bis 783 urkundlich belegt. Aus diesen Urkunden ist erstmals der Ortsname erkennbar, Ascmund (i)esheim. Heimstatt des freien fränkischen Edelmannes mit Namen Ascmund. Verschiedene Schreibweisen über die Jahrhunderte führten letztlich zu dem heutigen Namen, u.a. 1190 Aspinsheim, 1236 Aspensheim, 1341 Aspisheim, 1666 Aspeßheim.